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Internationale Studie

SAP LeanIX Agentic AI Survey 2026

Internationale Studie zeigt starke Verbreitung von AI-Agenten – aber Lücken bei deren effizientem Management

AI-Survey-Header
98 %

der Unternehmen nutzen bereits AI-Agenten oder planen deren Entwicklung und Implementierung – aber nur 17% haben Einblick in deren Leistung oder Konformität.

48% %

haben keine klaren Rollen und Verantwortlichkeiten für AI-Agenten.

63 %

sagen, EAs sollten die Governance von AI-Agents steuern – doch aktuell sind nur 34% involviert.

Künstliche Intelligenz ist in internationalen Unternehmen im Geschäftsalltag angekommen: In 75 Prozent der für den „SAP LeanIX Agentic AI Survey 2026“ befragten Unternehmen ist AI im Einsatz, wobei mehr als ein Drittel von ihnen einen klaren strategischen „AI-first“-Ansatz verfolgt. 44 Prozent der Firmen nutzen bereits AI-Agenten, nahezu alle weiteren planen zumindest deren Entwicklung und Implementierung. Die entscheidende Frage ist also nicht mehr ob, sondern wie Unternehmen diese leistungsstarke Innovation steuern und verwalten.

Doch genau hier offenbaren sich erhebliche Lücken. Es fehlt an Transparenz über die eingesetzten Agenten, vor allem im Hinblick auf deren Leistung, Konformität und den möglichen und tatsächlichen Return on Investment (ROI). Zwar sind drei Viertel der Meinung, dass für AI-Agenten besondere Richtlinien notwendig sind. Aber in 48 Prozent der Firmen ist die Zuständigkeit für deren Verwaltung und Steuerung nicht klar geregelt. Vielmehr sind diverse Teams in die Aufgabe involviert. Die Enterprise-Architekten stehen dabei nicht in der ersten Reihe: Statt ihr Know-how für das Management von AI-Agenten zu nutzen, bleiben diese natürlichen Experten in zwei Drittel der Firmen derzeit außen vor. Obwohl sich 63 Prozent der Befragten in der Rolle sehen, die Verbreitung und Nutzung künstlicher Intelligenz in ihren Unternehmen strategisch voranzutreiben.

Woran das liegen könnte, beleuchtet die vorliegende Studie – und offenbart damit das Potenzial, das Enterprise-Architekten aktuell ungenutzt lassen, um in ihren Organisationen die Ära agentenbasierter AI nicht nur zu begleiten, sondern eine Schlüsselrolle zu übernehmen.

Befragung von Enterprise-Architekten internationaler Unternehmen

SAP LeanIX verfügt als marktführender Anbieter im Bereich Enterprise-Architektur über ein umfangreiches Kundenportfolio mit global tätigen Firmen und Organisationen. Für den „SAP Agentic AI Survey 2026“ wurden aus insgesamt 228 dieser Unternehmen die Verantwortlichen für Enterprise-Architektur im März 2026 online befragt. 70 Prozent von ihnen sind in europäischen Firmen tätig, weitere 18 Prozent in Unternehmen in den USA oder Kanada. Unabhängig von der Region verteilen sich die Befragten gleichmäßig auf Firmen unterschiedlicher Größe, wobei 37 Prozent in Organisationen mit über 10.000 Mitarbeitenden beschäftigt sind.

Der Einsatz von AI ist längst Unternehmensalltag

Wie groß die Bedeutung von AI im geschäftlichen Kontext ist, lässt sich daran ablesen: Mehr als ein Drittel der Befragten gibt an, dass ihre Unternehmen einen strategischen „AI-first“-Ansatz mit klar formulierten Zielen verfolgen. Insgesamt berichten 75 Prozent vom Einsatz von AI in ihrer Organisation, darunter 28 Prozent von einer umfassenden Nutzung. Dabei gilt: Je größer ein Unternehmen ist, desto wahrscheinlicher gibt es eine dezidierte AI-Vorgabe – und desto stärker ist auch die AI-Nutzung verbreitet.

SAP LeanIX Agentic AI Survey 2026-GER1
AI Adoption

44 Prozent der befragten internationalen Firmen setzen bereits AI-Agenten ein, wobei die große Mehrheit dies bislang noch in begrenzten Funktionsbereichen tut. Fast ebenso viele – nämlich 40 Prozent – experimentieren derzeit mit AI-Agenten, weitere 14 Prozent streben dies an. Daraus folgt: Für nahezu alle Unternehmen sind AI-Agenten ein Thema. Mehr als 60 Prozent der Befragten geben an, dass wenigstens einige der Agenten auch funktions- oder abteilungsübergreifend eingesetzt werden oder dies geplant ist. 

SAP LeanIX Agentic AI Survey 2026-GER2
Wie würden Sie den Reifegrad Ihres Unternehmens bei der Einführung von AI-Agenten beschreiben?

Hohe Erwartungen treffen auf mangelnde Transparenz

Fast die Hälfte der Befragten stimmt zu, dass AI-Initiativen in ihren Unternehmen nur genehmigt werden, wenn sie tatsächliche Ergebnisse versprechen. Nur 15 Prozent räumen ein, dass dies auf ihre Organisation nicht zutrifft.
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Erwartungen an AI

Wenn es um mögliche Hindernisse für den Erfolg solcher Initiativen geht, nennen 58 Prozent das fehlende Know-how der Mitarbeitenden an erster oder zweiter Stelle, direkt gefolgt vom Unvermögen, relevante AI-Anwendungsfälle zu identifizieren. Deutlich seltener halten die Befragten zu strenge Governance- und Compliance-Richtlinien oder den beschränkten Zugang zu verlässlichen unternehmensinternen Daten für hinderlich. Die Einschränkungen durch die aktuelle AI-Technologie stellt für die wenigsten eine Hürde dar.  

SAP LeanIX Agentic AI Survey 2026-GER4
Wie würden Sie die folgenden Hindernisse für das Erreichen aussagekräftiger Resultate von AI-Initiativen nach ihrer jeweiligen Auswirkung anordnen?

Um den Erfolg von AI-Initiativen bewerten zu können, benötigen Unternehmen zunächst einmal Transparenz – denn man kann nur messen, wovon man weiß. Doch bereits bei der Bestandsaufnahme zeigen sich erstaunliche Lücken: Nur knapp die Hälfte der befragten Enterprise-Architekten hat wenigstens teilweise eine Übersicht über die eingesetzten AI-Agenten oder die grundsätzliche Verfügbarkeit von AI-Features in den vorhandenen Applikationen. 40 Prozent wissen, welche AI-Agenten über zugelassene Anbieter verfügbar sind, und ein Drittel kann Aussagen über den Status von AI-Agenten innerhalb des Genehmigungsprozesses treffen. Aber mehr als 80 Prozent haben aktuell weder einen Einblick, wie die eingesetzten AI-Agenten die Business Capabilities unterstützen, noch Informationen über die Leistung, Konformität oder den ROI von AI-Agenten. 38 Prozent streben nicht einmal an, zukünftig Transparenz über diese relevanten Kennwerte herzustellen.  

SAP LeanIX Agentic AI Survey 2026-GER5
Transparenz über AI/AI-Agenten: Inwieweit haben Sie in Ihrem Unternehmen Einblick in die folgenden Bereiche?

Governance von AI-Agenten ist ein wichtiges Thema

Knapp drei Viertel halten besondere Richtlinien für den Einsatz von AI-Agenten für notwendig: 22 Prozent der befragten Enterprise-Architekten berichten, dass ihre Unternehmen bereits spezifische Rahmenwerke eingeführt haben, während in weiteren 51 Prozent der Firmen an solchen gearbeitet wird. In Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitenden haben sogar knapp 80 Prozent eine dezidierte Governance für AI-Agenten etabliert oder entwickeln diese. Nur ein Viertel gibt an, dass sie kein spezielles Rahmenwerk planen, sondern die Herausforderungen durch die bestehenden AI-Richtlinien bereits abgedeckt sind.
SAP LeanIX Agentic AI Survey 2026-GER6
Hat Ihr Unternehmen spezifische Richtlinien für den Einsatz von AI-Agenten eingeführt?

Grundsätzlich ist in 77 Prozent der untersuchten Firmen die Nutzung von AI-Agenten limitiert – zumindest auf Abteilungsebene oder im jeweiligen Geschäftsbereich. Am häufigsten berichten die Befragten, dass die Agenten vorab von einem zuständigen Gremium geprüft werden müssen (72 Prozent) und dass nur AI-Agenten von zugelassenen Drittanbietern erlaubt sind oder solche, die auf genehmigten Plattformen entwickelt wurden (52 Prozent). In 42 Prozent der Organisationen ist es auch nur bestimmten Nutzergruppen gestattet, AI-Agenten einzusetzen oder diese aufzubauen. 

Management von AI-Agenten durch diffuse Zuständigkeiten geprägt

In nur 37 Prozent der befragten Unternehmen gibt es eine eindeutig benannte Abteilung oder ein dezidiertes Team, die für das Management von AI-Agenten zuständig sind. In 15 Prozent der Fälle sind die jeweiligen Geschäftsabteilungen selbst für die von ihnen eingesetzten Agenten verantwortlich. Und die Mehrheit (48 Prozent) räumt ein, dass die Zuständigkeit nicht klar geregelt ist, sondern dass mehrere Abteilungen in das Management von AI-Agenten involviert sind – und zwar je nach Unternehmen ganz verschiedene Teams, die sich gleichzeitig mit dieser Aufgabe befassen.

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Hat Ihr Unternehmen klare Rollen und Zuständigkeiten für das Management von AI-Agenten festgelegt?

Wie beurteilen die Enterprise-Architekten die aktuelle Regelung in ihren Firmen, wenn es um das Management von AI-Agenten geht? Die größte Zufriedenheit zeigen diejenigen, die in Firmen arbeiten mit einer klar definierten Verantwortlichkeit für diese Aufgabe. Wenig überraschend ist hingegen, dass die meisten die Konstellation mit diversen Teams und Abteilungen und ohne feste Zuständigkeiten kritisch sehen.  

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Zufriedenheit mit der derzeitigen Regelung für das grundsätzliche Management von AI-Agenten

Nur ein Drittel baut beim Management von AI-Agenten auf EA-Expertise

Wenn es um die Verwaltung und Steuerung von AI-Agenten geht, dann bleiben Enterprise-Architekten oft außen vor: Nur in 34 Prozent der befragten Organisationen ist das EA-Team zumindest involviert.

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Aktuelle Rolle des EA-Teams beim Management von AI-Agenten

Gibt es eine klar zuständige Abteilung, so ist dies am häufigsten die IT-Abteilung – und nur in 5 Prozent der Fälle das EA-Team. Und auch bei unklaren Zuständigkeiten mit diversen involvierten Abteilungen ist die Expertise von Enterprise-Architekten seltener gefragt als die anderer IT-Kolleginnen und -Kollegen.  

Offensichtlich klafft eine große Lücke zwischen der aktuellen Unternehmensrealität und der vorhandenen Ambition von Enterprise-Architekten. Denn 63 Prozent der Befragten stimmen zu, dass ihre Disziplin dafür verantwortlich sein sollte, die strategische Einführung und die Regulierung von AI-Agenten voranzutreiben.  

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Angestrebte Rolle des EA-Teams für agentenbasierte AI

Eine mögliche Erklärung für dieses Missverhältnis liefert der Blick auf die notwendigen Daten und Informationen, die für das Management von AI-Agenten als wichtig erachtet werden – und welche davon nach Meinung der befragten Enterprise-Architekten von ihrer eigenen Disziplin gepflegt werden sollten. 

Die Enterprise-Architekten betonen vor allem ihre Verantwortung für das Inventar der AI-Agenten und für Informationen über den Zusammenhang zwischen Agenten und Business Capabilities – also vertraute Aufgaben, die mit der Pflege des Applikationsportfolios vergleichbar sind. Ohne Zweifel sind diese Daten wichtig als Grundlage, um AI-Agenten steuern zu können. 

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Daten für das Management von AI-Agenten

Doch wenn es um weiterführenden Daten entlang des Lebenszyklus‘ eines Agenten geht, sehen sich die Enterprise-Architekten nicht in der Pflicht. Während die meisten überzeugt sind, dass Enterprise-Architekten dafür verantwortlich sein sollten, verfügbare und zugelassene AI-Features der Applikationen im Portfolio nachzuverfolgen, denken schon deutlich weniger, dass Informationen zum Status von AI-Agenten innerhalb des Genehmigungsprozesses in den EA-Zuständigkeitsbereich fallen – was seltsam anmutet, bedenkt man die traditionelle EA-Rolle für Technologie-Governance. Aber die größte Diskrepanz zwischen Relevanz und Zuständigkeit findet sich bei der Frage nach Leistungsdaten von AI-Agenten: Nur 27 Prozent denken, dass die EA-Funktion hier übernehmen sollte. Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass Enterprise-Architekten aktuell nicht so stark in das Management von AI-Agenten involviert sind, wie es dem eigenen Anspruch entspricht.

Business as usual? Das scheint in Bezug auf agentenbasierte AI für Enterprise-Architekten nicht länger auszureichen. Das nehmen auch die Befragten wahr: 70 Prozent glauben, dass die EA-Praxis vor besonderen Herausforderungen steht – und dass neue Tools und Methoden erforderlich sind, um diese zu meistern.  

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Herausforderungen für EA-Team durch agentenbasierte AI

Fazit: Die Komfortzone verlassen – und Enterprise-Architektur neu denken 

Die vorliegenden Studienergebnisse zeigen deutlich: Der Umgang mit agentenbasierter AI stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Fakt ist, dass künstliche Intelligenz im Alltag der Firmen angekommen ist – und dass auch AI-Agenten längst eingesetzt werden oder zumindest mit ihnen geplant wird. Überwältigende 98 Prozent befassen sich damit.  

Es herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass AI-Agenten besondere Richtlinien und ein spezifisches Governance-Rahmenwerk benötigen. Doch gleichzeitig fehlt es an Klarheit, wer für das Management von AI-Agenten im Unternehmen verantwortlich ist. In den meisten Firmen sind diverse Teams involviert, ohne dass die Zuständigkeiten wirklich definiert sind.  

Enterprise-Architekten könnten mit ihrer Expertise genau diese Lücke füllen – und 63 Prozent der Befragten würden ihre Disziplin auch gern am Steuer sehen. Doch aktuell verzichten die meisten auf dieses Know-how: Nur in einem Drittel der untersuchten Unternehmen sind die Enterprise-Architekten beim Management von AI-Agenten gefragt.  

Woran das liegt? Ein Grund könnte sein, dass EA-Teams das vertraute Terrain offenbar nicht verlassen möchten. Die meisten sehen sich zwar in der Verantwortung, wenn es um das Inventar und die mit den AI-Agenten verknüpften Business Capabilities geht. Das allein wird für ein erfolgreiches Management von AI-Agenten jedoch nicht reichen. Wer als Enterprise-Architekt aber die Komfortzone verlässt, die Idee der Disziplin weiterentwickelt und den gesamten Lebenszyklus von AI-Agenten mitdenkt, der kann in der Ära agentenbasierter AI eine strategische Schlüsselrolle im Unternehmen spielen.  

SAP LeanIX Agentic AI Survey 2026: Weitere Informationen zur Studie

SAP LeanIX hat im März 2026 insgesamt 228 Enterprise Architekten und IT-Verantwortliche international tätiger Kunden online zur Verbreitung und zum Umgang mit künstlicher Intelligenz und insbesondere AI-Agenten befragt. Hinsichtlich der Unternehmensgröße stellt sich die Stichprobe ausgewogen dar. 70 Prozent der Befragten kommen aus Unternehmen in Europa, weitere 18 Prozent sind aus den USA und Kanada.  

SAP LeanIX Agentic AI Survey 2026-GER13

Unterschiedliche Fallzahlen in den Charts ergeben sich aus dem Ausschluss von Befragten, die zu einzelnen Punkten keine Angabe machen konnten oder wollten. Für eine bessere Lesbarkeit werden die Ergebnisse in diesem Report mit Prozentwerten ohne Nachkommastellen dargestellt.  

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